Kronenzustand Level 2



Der Kronenzustand wird an den Dauerbeobachtungsflächen in Brandenburg an allen Bäumen des Oberstandes einer Teilfläche von 40 m x 40 m jährlich im Hochsommer aufgenommen. In Berlin wird die Aufnahme der Bäume fortgesetzt, die bereits vor der Übernahme der Flächenbeobachtung durch das LFE ausgewählt wurden. Das waren ca. 30 Bäume des Oberstandes. Für die Auswertung der Entwicklung des Kronenzustandes werden nur die Bäume des herrschenden Bestandes (soziologische Stellung nach KRAFT 1 bis 3) und der dominierenden Hauptbaumart einbezogen. Stirbt ein Baum in der beobachteten Teilfläche, wird er im Folgejahr nicht mehr aufgenommen. Sinkt ein Baum aus seiner soziologischen Klasse durch Konkurrenz in die Klasse 4 ab, scheidet er aus der ausgewerteten Stichprobe aus.


Für jede Dauerbeobachtungsfläche sind jeweils 6 Grafiken zu

  • WZE-Schadstufenentwicklung
  • der Entwicklung der Kronenverlichtung in Boxplots mit Ausreißern und Extremwerten
    (Bezeichnung ist die Baumnummer)
  • der Entwicklung der Kenngrößen mittlere Kronenverlichtung des herrschenden Bestandes
    und des Anteils deutlich geschädigter Kronen in einer Liniengrafik
  • eine Abfolge der Histogramme der Kronenzustandsentwicklung
  • der Fruchtbehang nach Intensitätsstufen und schließlich
  • die Anzahl abgestorbener Bäume des herrschenden Bestandes nach Aufnahmejahren
abrufbar.


Kronenverlichtung: Schadstufen
Abb. 1: Kronenverlichtung: Schadstufen

Das wesentliche Merkmal der Kronenzustandserhebung ist auch bei Level II die Kronenverlichtung. In Abbildung 1 sind die Anteile der Schadstufen 0 bis 4 für alle Dauerbeobachtungsflächen und alle vorliegenden Beobachtungsjahre zusammengestellt. Auf den ersten Blick wird die Nonnengradation der Jahre 2003 und 2004 an der Fläche Kienhorst (1203) am Rande des Hauptschadgebietesals das wesentliche Ereignis in der Kronenzustandsentwicklung erkennbar. An der Buchenfläche 1207 fällt vor allem die periodisch mit der Fruktifikation schwankende Belaubungsdichte ins Auge.

Grafiken

  • Kronenverlichtung: Schadstufen
  • Boxplot Kronenverlichtung
  • mittlere Kronenverlichtung und Anteil deutlicher Schäden
  • Histogrammentwicklung Kronenverlichtung




mittlere Kronenverlichtung und Anteil deutlicher Schäden nach Flächen
Grunewald: 1101
1101
Grunewald II: 1102
1102
Koepenik: 1103
1103
Natteheide: 1201
1201
Beerenbusch: 1202
1202
Kienhorst: 1203
1203
Weitzgrund: 1204
1204
Neusorgefeld: 1205
1205
Schwenow: 1206
1206
Beerenbusch_Buchen: 1207
1207
Fuenfeichen: 1208
1208
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Histogrammentwicklung Kronenverlichtung nach Flächen
Grunewald: 1101
1101
Grunewald II: 1102
1102
Koepenik: 1103
1103
Natteheide: 1201
1201
Beerenbusch: 1202
1202
Kienhorst: 1203
1203
Weitzgrund: 1204
1204
Neusorgefeld: 1205
1205
Schwenow: 1206
1206
Beerenbusch_Buchen: 1207
1207
Fuenfeichen: 1208
1208
Kienhorst-Eichen: 1209
1209
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Fruktifikation
Abb. 2: Fruktifikation

Die Fruktifikation (Abbildung 2) wird als zweites Merkmal im Überblick vorgestellt. Hier wird bei den Kiefernflächen der Behang der Bäume nur mit grünen Zapfen eingeschätzt, bei Buche der frische Eckernbehang. Für die Eiche ist etwas Vorsicht geboten. Die Fruktifikation an der Fläche 1208 ist zum Zeitpunkt der Ansprache schwer erkennbar und deshalb nicht zuverlässig. Hier wird besser auf die Erhebungen des Streufalls orientiert, der auch an allen Flächen die Früchte und Samen als Kategorie erfasst, aber natürlich nicht dem Einzelbaum zuordnen kann.

Grafiken

  • Fruktifikationsintensität
  • Anzahl abgestorbener Bäume



Anzahl abgestorbener Bäume des herrschenden Bestandes nach Aufnahmejahren und Flächen
Grunewald: 1101
1101
Grunewald II: 1102
1102
Koepenik: 1103
1103
Natteheide: 1201
1201
Beerenbusch: 1202
1202
Kienhorst: 1203
1203
Weitzgrund: 1204
1204
Neusorgefeld: 1205
1205
Schwenow: 1206
1206
Beerenbusch_Buchen: 1207
1207
Fuenfeichen: 1208
1208
Kienhorst-Eichen: 1209
1209
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